Weil der Wert eines digitalen Beweismittels ebenso davon abhängt, wie es erlangt und aufbewahrt wurde, wie von seinem Inhalt. Lässt sich nicht belegen, wer die Daten wann und mit welcher Methode erhoben hat, wendet die Gegenseite ein, der Datensatz könne nachträglich verändert oder rechtswidrig erlangt worden sein — und macht das Beweismittel damit streitig. Die Beweismittelkette (chain of custody) ist die lückenlose Dokumentation, die diese Lücke schließt: die Erstellung eines forensischen Abbilds, die Prüfung der Integrität über den Hashwert, Zugriffsprotokolle und die Festhaltung jedes einzelnen Schritts in einem Protokoll. Diese Ordnung entkräftet Einwände gegen die Integrität und gegen die Rechtmäßigkeit des Beweismittels in erheblichem Umfang — sowohl im Anwendungsbereich der türkischen Zivilprozessordnung (Hukuk Muhakemeleri Kanunu, Gesetz Nr. 6100) als auch, im Strafverfahren, in dem der türkischen Strafprozessordnung (Ceza Muhakemesi Kanunu, Gesetz Nr. 5271). Deshalb bauen wir die Kette von Anfang an auf, schon bei der ersten Kopie, und halten den Befund verteidigungsfähig.
Sollen wir dieses Thema auf Ihre Situation übertragen?
Schildern Sie uns Ihren konkreten Sachverhalt in wenigen Sätzen; wir bewerten ihn mit dem richtigen Team.