Nein; maßgeblich für den Anwendungsbereich ist, dass das Produkt oder der zugehörige Dienst auf dem EU-Markt bereitgestellt wird und dass sich die Nutzerinnen und Nutzer in der EU befinden – nicht, wo die Daten physisch liegen. Server in der Türkei beseitigen die Pflichten aus der EU-Datenverordnung (Data Act) deshalb nicht; sie fügen lediglich eine Übermittlungs- und Technikschicht hinzu, die regelt, wie Zugang und Weitergabe der Daten hergestellt werden.
Die Rechte auf Zugang und Übertragbarkeit, die den Nutzerinnen und Nutzern der in der EU verkauften vernetzten Produkte zustehen, gelten unabhängig davon, wo die Daten gespeichert sind. Sind zudem personenbezogene Daten betroffen, greifen die Regeln über die Übermittlung ins Ausland zwischen dem türkischen Datenschutzgesetz (KVKK, Nr. 6698) und der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der EU. Im Ergebnis ist der Standort der Server eine Frage der Architektur und der Compliance; ein Weg aus dem Anwendungsbereich ist er nicht.
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